Band

Hier gibt es Infos zur Band, weiter unten eine ausführliche Bandhistory aus Schweizer Sicht.

Offizielle Bandmitglieder

Dave Gahan

Name: David "Dave" Gahan
Geburtstag: 9. Mai 1962
Geburtsort: Chigwell (Essex), England

Sänger, Songwriter (seit 2005)

Martin L . Gore

Name: Martin "Mart" L. Gore
Geburtstag: 23. Juli 1961
Geburtsort: London, England

Songwriter (seit 1982), Sänger, Keyboard, Gitarre

"Live on stage" Bandmitglieder

Peter Gordeno

Name: Peter Gordeno
Geburtstag: 20. Februar 1964
Geburtsort: London, England

Keyboard, Bass

Kein "offizielles" Bandmitglied, aber seit 1998 live an Konzerten dabei




Christian Eigner

Name: Christian Eigner
Geburtstag: 03. März 1971
Geburtsort: Wien, Österreich

Schlagzeug

Kein "offizielles" Bandmitglied, aber seit 1998 live an Konzerten dabei





Ehemalige Bandmitglieder

Andy Fletcher

Name: Andrew "Andy/Fletch" Fletcher
Geburtstag: 08. Juli 1961
Geburtsort: Nottingham, England

Keyboard, Bandmanager bis ca 1988

Verstorben: 26.05.2022

Alan Wilder

Name: Alan "Al" Charles Wilder
Geburtstag: 01. Juni 1959
Geburtsort: London, England

Keyboard, Soundtüftler, Songwriter

Ausstieg: 1995

Vince Clarke

Name: Vincent "Vince" John Martin
Geburtstag: 03. Juli 1960
Geburtsort: South Woodford, England

Songwriter (1981), Keyboard
 
Ausstieg: 1981

(Fett & unterstrichene Songtitel sind mit Youtube verlinkt)

Von Solo Projekten zur Delta Maschine Tour

Bandpause und diverse kleine Soloprojekte.

Von Andys überraschendem Tod bis zur Album- und Tourankündigung.


1979

Basildon, 24 Meilen bis zur Londoner City. Eine düstere Satellitenstadt. Hier gründeten drei Teenager eine Popband namens Composition of Sound.

Andrew Fletcher, Vince Clark und Martin L. Gore gingen in gleiche Klasse/Parallelklasse der Nicholas Comprehensive School. Vince, mit einem ausgeprägten Gespür für eingängige Melodien, spielte Gitarre. Andy, der eher schüchterne Junge, bediente die Bassgitarre und Martin, ein Paradiesvogel schlechthin mit Vorliebe zu elektronischen Tricks, spielte am liebsten auf Synthesizern rum.

Die drei Freunde interpretierten hauptsächlich Coverversionen ihrer Lieblingsinterpreten und Vince werkelte bereits an eigenen Songs.

1980

Was natürlich noch fehlte, ein guter Frontmann und Sänger. Der war in Dave Gahan und seiner (vor allem damals) sanften Stimme aber bald gefunden. Vince Clarke hatte Dave zuvor nämlich bei einem Auftritt den David Bowie Klassiker Heroes singen hören und war der Meinung, dass dieser Frontmann passen könnte. Im Juni 1980 hatten sie dann an ihrer Schule zusammen ihren ersten gemeinsamen Auftritt.

Dave, in der Zeit noch ziemlich stark von der Punk-Rock Szene geprägt, hatte soeben eine Ausbildung als (Mode-)Designer abgeschlossen und kam aufgrund einer ihm bekannten Modezeitschrift auf die Idee die Band umzubenennen. Dieser Vorschlag wurde offensichtlich angenommen, Depeche Mode war geboren!

Die vier stellten ihren Gitarren relativ schnell in die Ecke und widmeten sich fortan nur noch den immer mehr aufkommenden und auch mittlerweile erschwinglichen Synthesizern.

Sie waren alle einfach nur fasziniert von diesen neuen Möglichkeiten und wollten eine Mischung von poppigen Melodien und einem Elektrosong vereinen, wie man ihn bislang beispielsweise von der deutschen Band Kraftwerk kannte.

Mit den ersten Demobändern verbrachte Dave die Tage damit diese den damals diversen Platten-Produzenten schmackhaft zu machen. Doch vorerst hatten sie damit keinen Erfolg und mussten deshalb wohl oder übel weiterhin ihrer ganz normalen Arbeit nachgehen. Martin bei einer Bank, Andy bei einer Versicherung und Vince jobbte ganz einfach als Fahrer.

So begnügten sich die Teenager erstmal mit kleineren Gigs an Schulen und in diversen Jugendclubs.

Im Oktober 1980 traten Depeche Mode dann im legendären Bridgehouse im Londoner "Underground" Canning Town auf, im Rahmen eines Vorprogramms von Fad Gadget. 

Im Publikum zugegen war auch Daniel Miller, ein junger und engagierter Labelinhaber welcher gerade die Band Fad Gadget unter Vertrag hatte. Und Daniel war mehr als begeistert von den vier Jungs und ihrem aus seiner Sicht faszinierendem Auftritt!

Depeche Mode hatte nun das erste Mal Interesse geweckt bei einem Produzenten. Nun wurde alles anders... 

1981

Nachdem Daniel Miller sich in der Schweiz als DJ betätigt hatte, kehrte er Ende der siebziger Jahre nach London zurück um das Label Mute Records zu gründen. Er hatte die Idee eigens von ihm auserwählte Bands zu vermarkten.

Der Auftritt von Depeche Mode im Bridgehouse war der Grundstein einer nun jahrelang erfolgreichen Zusammenarbeit. Ohne einen schriftlichen Vertrag (erst 1986) und nur per Handschlag nahmen sie gemeinsam noch im Dezember 1980 ihre erste Single Dreaming Of Me auf welche im Februar 1982 dann veröffentlicht wurde.

Und es liess auch nicht lange auf sich warten bis die ersten Londoner Insider von diesem „New Romantic“ Sound begeistert waren, wie diese Musikrichtung damals genannt wurde.

Es folgte bald schon die zweite Single New Life mit der Depeche Mode damals rund 100£ verdienten. Davon liess sich aber (noch) nicht leben, und der Hunger nach Erfolg wurde grösser.

Das erste Album Speak & Spell war ein sehr vielversprechendes Debüt mit einer grossen stilistischen Vielfalt. Nachdem sie damit schon in der Szene-Hitparade Spitzenplätze erreichten, schafften sie mit ihrer dritten Single Just Can’t Get Enough dann auch den Sprung in die britischen Top Ten.

Auch engagierten sie einen 26-jährigen Fotografen, Anton Corbijn aus den Niederlanden. Dieser hielt aber nicht unbedingt viel von der noch jungen Band und eine weitere sehr erfolgreiche Zusammenarbeit sollte erst 5 Jahre später erfolgen.... 

Depeche Mode etablierten sich in der Musikwelt in diesem Jahr, bei welchem der Computer seinen Siegeszug durch die Musikwelt antrat. Schnell war um die Band ein grosser Rummel entstanden.
Leider aber wurde, insbesondere sehr zum Unmut von Vince, die Band vom Grossteil der Presse als "die neue Tennie-Band" betitelt.

Vince Clarke wurde das alles zuviel, er verliess kurzerhand die Band.

1982

Nach dem Ausstieg von Vince sagten beinahe alle Kritiker Depeche Mode ein jähes Ende voraus. Martin, der neben Vince schon bei Speak & Spell die Songs TORA! TORA! TORA! und Big Muff geschrieben hatte, war nun plötzlich allein verantwortlich für die Musik der Band. 

Das daraufhin im September 1982 veröffentliche Album A Broken Frame erreichte in den britischen Charts aber einen beachtlichen 8. Platz.
Zuvor erschien im Januar die erste Single See you, Ende April dann die zweite Single The Meaning Of Love um im August abzuschliessen mit Leave In Silence.

Die Musikvideos zeigen allesamt eine noch etwas unbeholfen wirkende Band, zumindest was das Styling betraf. Das würde sich aber in den kommenden Jahren ändern.


„Bekannte Band sucht Synthesizer-Spieler unter 21 Jahren“


Auf diese Anzeige im MELODY MAKER bewarb sich Alan Wilder (er war eigentlich bereits 22 Jahre, gab aber an 20 zu sein), und wurde nach zwei Castings zunächst für sechs Monate unter Vertrag genommen. Die Zeichen standen gut, und Depeche Mode wurde langsam aber sicher weltweit wieder „on Mode“.

1983

Im Frühjahr traten Depeche Mode eine weitere Tournee durch die USA und Kanada an. Auch erschien im Januar die Single Get The Balance Right, welche aber erst 2 Jahre später auf dem Album The Singles 81-85 seinen Platz fand. 

Sie gaben auch einige Konzerte in Japan zum Besten. Danach nistete sich die Band in einem Berliner Tonstudio ein und tüftelte an einem weiteren Album. Construction Time Again (CH-Chart:21) erschien im September 1983 und war das erste Album bei welchem Alan mitwirkte. Sein Einfluss war bereits hier merklich hörbar.

Depeche Mode experimentierte nun mehr und mehr mit ungewöhnlichen Sounds. Alles aber auch alles was vor das Mikrophon kam wurde gesampelt, von zersplittertem Glas über die Feuerwerksrakete bis hin zum Duftspray aus der Herrentoilette.

Dave's Stimme, umwogen von den simplen Melodien und den aufwendigen, detailreichen Klangbildern begeisterte Hi-Fi Magazine und Fans gleichermassen. Alan Wilder war inzwischen zu einem festen Bandmitglied geworden und steuerte auf Construction Time Again zwei Songs bei: The Landscape Is Changing und Two Minute Warning. Aus diesem Album wurden Everything Counts (CH-Chart:8) und Love In Itself ausgekoppelt.

1984

Beinahe über Nacht wurde nun aus dem "Szene-Tipp" Depeche Mode eine international angesehene Popgruppe. Der Auslöser hierfür war der im Frühjahr 1984 erschienene Chartbreaker People Are People (hier verlinkt die 12"Version)

Das Album Some Great Reward (CH-Chart:5) wurde im September 1984 veröffentlich und beinhaltete neben der internationalen Hitsingle People Are People (CH-Chart:4) die Singleauskopplungen Master And Servant (CH-Chart:8) und Blasphemous Rumours (CH-Chart:19).

Auch wenn zu Somebody keine Single erschien, der einfühlsam gesungene Song von Martin wurde dennoch in einem Video festgehalten.

Insgesamt ein wegweisendes Album für die Band mit coolem Industrial Sound, eingehenden Melodien, hypnotischen Beats und noch bunteren Klangfarben.

Mit diesem Durchbruch musste auch ein Imagewechsel her. Aus den lieben Jungs von nebenan, die bisher im Anzug und Krawatte auf der Bühne standen, wurden nun Profimusiker in schwarzer Lederbekleidung. Dennoch behielt die Band alle wichtigen Aufgaben in den eigenen Händen. Andy Fletcher kümmerte sich um die Presseberichte und Steuergeschäfte, Alan Wilder war zuständig für Organisation und Korrespondenz. Dave Gahan erledigte alle Bankgeschäfte und Martin L. Gore bemühte sich indessen um neues Songmaterial.

Während der Some Great Reward Tour standen die Jungs dann am 30. November in der Sporthalle in Basel das erste Mal auf einer Schweizer Showbühne. Das Konzert wurde vom Radiosender DRS3 live übertragen!

1985

Die Band war wieder auf Tour. Im November erschien ein Best-Of Sampler The Singles 81-85 (CH-Chart:5) und stürmte die internationalen LP-Charts. Auf diesem Album finden sich auch die Singles Shake The Disease (CH-Chart:6) und It's Called A Heart (CH-Chart:7), die auf keinem regulären Studioalbum zu finden sind. Zudem erschien in diesem Jahr das erste Live-Video: The World We Live In And Live In Hamburg.

1986

Das Album Black Celebration (CH-Chart:1) wurde veröffentlicht.  

Viele Fans schwärmen heute noch von diesem aussergewöhnlichem Werk. Auf diesem Album waren erstmals Gitarrenklänge und auch echte Trommeln zu hören. Die Melodien wurden insgesamt weicher, die Computer-Rhythmen noch ausgefeilter und insbesondere Daves dunkle Stimme passte phantastisch. Auffallend auch, dass es zum ersten Mal ein sozusagen "komplettes" Werk war, eine von Anfang bis zum Ende runde Sache.

Der Albumtitel Black Celebration scheint sehr passend für die melancholisch-düstere Stimmung zu sein, welche sich durch dieses Meisterwerk hindurchzieht.

Aus diesem Album wurden die Singles Stripped (CH-Chart:8), A Question Of Lust (CH-Chart:12) und A Question Of Time (CH-Chart:9) ausgekoppelt. Das Video zu A Question of Time wurde erstmals von Anton Corbijn gedreht. Dieser hat seine Meinung aus 1981 nun offensichtlich geändert und drehte in der Folge zahlreiche typischen Depeche Mode Videos. Ebenso wurde er für Fotos und Bühnenbild sowie Albumcovers verpflichtet.

Am 04. Mai standen Depeche Mode in Zürich mit der Black Celebration Tour erneut vor Schweizer Fans.

Es muss ein schöner Frühlingstag gewesen sein: Alan, Mart und Dave gönnten sich eine kleine Shoppingtour durch das Niederdorf in Zürich. (Im Gruftiklammottenshop Buster hing lange Zeit ein Beweisfoto von diesem Tripp.)

Anschliessend fuhren sie mit der VBZ nach Zürich Oerlikon an ihr Konzert. Als Dave (er nippte an einem Orangensaft), Alan und Martin (in hellblauer Jeans und Espandrillos gekleidet) aus dem Tram ausstiegen, drehten die anwesenden Fans beinahe durch.
Nach einigen Autogrammen machte sich die Band dann aber auf um sich in den Katakomben vom Hallenstadion bereit zu machen für den bevorstehenden Gig.

Vor dem Konzert gab es für die Band noch ein Zückerchen: Gold-Alben für die LPs Some Great Reward und Black Celebration.

1987

Das war das Jahr von Musik For The Masses (CH-Chart:4).

Dieses Album war nicht mehr ganz so düster wie ihre Vorgänger, hatte aber einmal mehr einen treffenden Titel. Denn davon verkauften sie eine Million Platten.
Die Band hat ihre Entwicklung kontinuierlich weitergetrieben und liefert erneut ein Meisterwerk ab. Jetzt kannten langsam alle diese Band, ob man sie liebte oder nicht, sie war jetzt in aller Munde.

Die vier Single-Auskopplungen waren alles Top Meisterwerke: Strangelove (CH-Chart:3), Never Let Me Down Again (CH-Chart:7), Behind The Wheel (CH-Chart:6) und das 1988 veröffentlichte Little 15 (CH-Chart:18)

Am 04. September hatten Depeche Mode ihren bislang einzigen Schweizer TV Auftritt in der Sendung Grell Pastell (Thema Wohnen) von Kurt Äschbach, wo sie Never Let Me Down Again spielten.

Während der Music For The Masses Tour machten Depeche Mode zwei Stopps in der Schweiz, am 12. November in Zürich und am 13. November in Lausanne. Vor dem Zürcher Konzert erhielt die Band die Goldene Schallplatte für ihr Album.

1988

In diesem Jahr nahm sich die Band viel vor. Die Welttournee sollte natürlich das vorherige toppen und entsprechend umfangreich werden. Nur die grössten Stadien wurden gemietet und ein weiteres Live-Album und ein Konzertfilm war in Planung....

Auch galt es nun den amerikanischen Markt zu erobern. Schon in den Jahren zuvor hat die Band in den USA eine gewisse Aufmerksamkeit erregt, aber mit dieser Tour wollten Sie den Durchbruch schaffen. 

Der Titel 101 zu ihrem geplanten Konzertfilm liefert das mittlerweile legendäre Konzert dieser überdimensionalen Welttournee im Rose Bowl Stadion in Pasadena USA - das 101. Konzert auf ihrer Tour vor 75.000 begeisterten Fans!

1989

Das Doppel-Live Album 101 (CH-Chart:11) erschien und wurde ein totaler Erfolg welcher mit Gold ausgezeichnet wurde. Gleichzeitig kam der Konzertfilm ‘101’ auch in die Kinos. Oder eben nicht, denn der Film erwies sich leider als Flop. Allem Anschein nach war der Zeitpunkt für die Ausstrahlung des Filmes schlecht gewählt, da der U2 Konzertfilm und Michael Jacksons 'Moonwalker' schon in den Kinos liefen. Der Markt für Musikfilme war somit wohl übersättigt.

Ein Ausblick auf das neue Album gewährte die im Sommer veröffentlichte Single Personal Jesus (CH-Chart:5).



Ohne Internet war man damals auf das Radio/TV angewiesen, wenn man was Neues hören oder sehen wollte. Hier Personal Jesus "live" zur damals besten Sendezeit im ZDF.

Neben den stampfenden Synthesizer-Klängen waren in diesem Song vermehrt auch konventionelle Instrumente zu hören. Und mehr und mehr fragte man sich, ist das noch New Wave, Industrial oder Synthie Pop? Depeche Mode überraschten einmal mehr ihre Kritiker aber auch ihre eingefleischten Fans mit der Vielfalt ihrer Musik. Sicherlich ist das aber auch ihrem Label Mute Records unter Daniel Miller zu verdanken, denn diese liessen der Band noch immer völlig freie Hand bezüglich ihrer Musik.

Für mehr als eine Million verkaufter Platten erhielten Depeche Mode in diversen Ländern eine weitere goldene Schallplatte. Die Zukunft versprach „Violator“ zu werden.

1990

Die zweite Single wurde ausgekoppelt: Enjoy The Silence (CH-Chart:2). Nach drei Jahren Wartezeit erschien im Frühjahr 1990 endlich das siebte Studioalbum Violator (CH-Chart:2) und wurde weltweit zu einem kommerziellen Hitalbum. Die weiteren Single-Auskopplungen waren Policy Of Truth (CH-Chart:12) und World In My Eyes (CH-Chart:5).

Zudem kam das Single-Video Strange Too - Another Violation in die Geschäfte. Hierfür stellte Anton Corbjin 2 weitere Videos her, Halo und Clean.

Drehorte waren England, Spanien, USA, Portugal und die Schweiz.


Als Depeche Mode im Rahmen ihrer Promo-Tour in Hollywood eine Autogrammstunde gaben brach das totale Chaos aus: 10.000 Fans versammelten sich vor dem Kaufhaus. Mehrere hundert Polizisten welche schleunigst anrückten, wurden der Masse nicht Herr. Nach einer Stunde musste die Autogrammstunde dann abgebrochen werden. Sieben Menschen wurden leicht verletzt und ein Sachschaden von umgerechnet rund 30.000 Franken entstand.

In der acht monatigen World Violation Tour machten Depeche Mode am 12. Oktober erneut Halt im Hallenstadion Zürich. Diesmal durften sie sogar eine Platin-Auszeichnung in Empfang nehmen.

1991

Nach dieser Mammut-Tour, in welcher Depeche Mode vor 1.2 Millionen Menschen gespielt hatten, gönnte sich die Band einen Urlaub von einem ganzen Jahr. Einzig für die Aufnahmen von Death's Door kam die Band im Studio zusammen, einem Soundtrack für den Film „Bis ans Ende der Welt" von Wim Wenders.

1992

Von April bis Dezember waren Depeche Mode wieder im Studio und arbeiteten fleissig an ihrem Folgewerk Songs of Faith and Devotion. Was niemand ahnte, einmal mehr würden sie damit ihre Fans und auch die Presse überraschen!

1993

Drei Jahre nach ihrem letzen Album erschien Songs of Faith and Devotion (CH-Top:1)

Mit den Singleauskopplungen I Feel You, (CH-Top:4), Walking In My Shoes (CH-Top:26), Condemnation (CH-Top:38) und In Your Room (CH-Top:14).


Orchester, Gospel-Chöre, tiefe und lange Bässe, melancholische Melodien, eine leichte Stimme von Dave zog sich durch das ganze Album und machten daraus einen absoluten Hörgenuss.

Was war das bitte für ein Schock, die erste Single I Feel You mit dem dazugehörigen Video. Dave mit langen Haaren, der Sound einmal mehr wieder anders als zuvor.... Nicht jeder Fan fand das gut...


Aber aber es zeigte einmal mehr dass diese Band sich entwickeln wollte. Jedes der drei letzten Alben war anders, aber dieses hier spaltete die Fangemeinde wohl am Meisten.

Die Devotional Tour dehnte sich über 14 Monate (!) aus und begeisterte Millionen von Fans in allen Kontinenten. Erneut wurde ein Konzertvideo gedreht, und wieder wurde Anton Corbjin hierfür ausgesucht, der diesmal auch das Bühnenbild entwarf. Die Bühne war für Depeche Mode ungewöhnlich gross und aufwändig. Einfach nur gigantisch!

In der Schweiz gab es zwei Konzertstopps: am 21. Mai in Zürich und am 03. Juni in Lausanne.

Auch dieses Mal gab es wieder eine Platin-Auszeichnung für das Album. Nach ihrem Konzert in Zürich feierten Dave und Martin noch ausschweifend und lange im Clup Oxa, welcher gleich hinter dem Hallenstadion zu finden war.

1994

Der übergrosse Tourstress machte sich deutlich und leider auch immer mehr negativ bemerkbar. Alan musste sich noch während der Tour einer Nierensteinoperation unterziehen. Andy brach die Tour ab und kehrte nach London zurück. Martin litt an Herzryhtmusstörungen. Und Dave hatte sichtlich zunehmende Drogenprobleme. Für alle Bandmitglieder war diese Tour wohl einfach eine zu grosse Belastung. 


1995

Nach dem letzten sehr stressreichen Jahr gönnte sich die Band erstmal eine Auszeit. Ende Mai wurde durch das Management offiziell bekannt gegeben, dass Alan Wilder Depeche Mode nach 13 Jahren verlässt. Der Grund hierfür war seine tiefe Unzufriedenheit über den Umgang der Bandmitglieder untereinander. Für seine Zukunft setzte er auf Soloprojekte und plante auch andere Musiker zu produzieren.

Im Oktober meldet die amerikanische Presse, dass Dave einen Selbstmordversuch unternommen hatte und im letzten Augenblick gerettet werden konnte. In einem offiziellen Statement erklärt Dave, er hätte infolge von Eheproblemen keinen anderen Ausweg mehr gesehen.
Für die Fans sicherlich ein Schock all das zu vernehmen. 

In diesen Zeiten, noch ohne Internet, begann das lange und bange Warten ob und wie es weitergehen wird.

1996

Depeche Mode, erstmals ohne Alan Wilder, kamen erneut zusammen ins Studio um mit den Aufnahmen für ein weiteres Album (Ultra) zu beginnen.

Doch Daves Stimme war infolge der fortlaufenden Drogenprobleme in einem solchen schlechten Zustand, dass er schon bald nach Los Angeles zurückkehren musste. Beim Song Sister Of Night beispielsweise konnte er die einzelnen Strophen nur einzeln aufnehmen und musste zwischendurch immer wieder stundenlang pausieren. Diese von ihm gesungenen Strophen sind übrigens immer noch die originalen und auch letztlich auf dem Album gelandeten.

Bald darauf kam dann über die Presse die Nachricht, dass Dave nach einer Überdosis Heroin zwei Minuten klinisch tot gewesen sei und wiederbelebt werden musste. 

Nach seinem Krankenhausaufenthalt wurde Dave wegen Drogenbesitzes verhaftet und angeklagt. Nachdem er auf Kaution aus dem Gefängnis kam, begab er sich freiwillig in eine Entziehungsklinik, um clean zu werden.

Dave zog nach New York und nahm dort Gesangsunterricht, welcher nebst dem Drogenentzug die Basis war um die Aufnahmen zu ULTRA überhaupt beenden zu können.

1997

Bereits die Vorabauskopplung vom neuen Album Barrel Of A Gun (CH-Top:30) stieg in allen west- und osteuropäischen Ländern an die Spitze der Charts. Schon 4 Jahre zuvor überraschten Depeche Mode mit I Feel You und dem dazugehörigen Video die Fans, mit Barrel of a Gun gelang dies erneut. Hinzu kam eine grosse Erleichterung, es schien weiterzugehen mit der Band....

Mit dem Album ULTRA (CH-Top:4) und den weiteren Single-Auskopplungen It's No Good (CH-Top:30), Home (CH-Top:47) und Useless (CH-Top:30) hatten Depeche Mode das für unmöglich erklärte Ziel erreicht und schafften das grosse Comeback. Für das Werk gab es wiederum eine goldene Auszeichnung.

Allerdings wollten Depeche Mode mit diesem Album nicht auf Tour gehen, damit Daves Drogenentzug nicht durch den Tourstress gefährdet werden konnte. Und so gaben Depeche Mode nur zwei kleine Konzerte in London und Los Angeles, vor einem handverlesenen Publikum. 

Ausschnitte dazu gibt es in Youtube zu finden, unter anderem zu Barrel Of A GunUseless, Never Let Me Down und Home.

Barrel of a Gun war übrigens bis dato zum ersten Mal ein Song welcher Martin "für" Dave geschrieben hat, laut einem damaligen Interview.



1998

Am 20. April gaben Depeche Mode in Köln an einer Pressekonferenz bekannt, dass sie wieder auf Tour gehen wollen. Innert kürzester Zeit waren beinahe alle Konzerte in Europa ausverkauft!

Während der Tournee wurde dann die neue Single Only When I Lose Myself (CH-Top:16) veröffentlicht.

Im Herbst erschien das Doppelalbum The Singles 86>98 (CH-Top:30). Alle Singles wurden hierfür nochmals digital überarbeitet. Zudem erschien das dazugehörige Video mit allen Videochlips und Interviews mit Depeche Mode, Daniel Miller, Flood, Gareth Jones, Anton Corbijn und Tim Simenon. Ebenfalls gab es eine Wiederveröffentlichung von The Singles 81>85 und auch hier wurden alle Songs digital remastert und zusätzlich noch mit zwei Bonustracks bestückt. Für diese beiden Alben bekamen Depeche Mode eine goldene Auszeichnung.

Am 25. September stoppten Depeche Mode auf ihrer Singles Tour 86>98 bei uns im Hallenstadion Zürich. Leider mit massiven Stimmproblemen von Dave aufgrund einer starken Erkältung, aber dennoch ein gelungenes Wiedersehen für viele Fans.

1999

Wie gewohnt folgte nach der Tour ein eher ruhiges Jahr. Martin bekam von der britischen Akademie für Komposition und Songschreibern den International Achievement Award für seine Verdienste als Songwriter verliehen.

Im Frühjahr erschien die Biographie "Depeche Mode" von Steve Malins, bei welcher die Bandmitglieder mitgewirkt haben.

Gegen Ende des Jahres wurden bereits die ersten Pläne für ein Folgealbum geschmiedet.

2000

Im Sommer trafen sich die Bandmitglieder wieder im Studio, um an einem neuen Album zu arbeiten. Diesmal mit Mark Bell als Produzenten, welcher in der Vergangenheit unter anderem auch für Björk tätig gewesen war.

2001

Am 23. April erschien dann die erste Single-Auskopplung Dream On (CH-Top:13). Ein guter Auftakt mit einem eher minimalistischen Sound. Man war deshalb sehr gespannt was auf dem Album noch folgen würde.

Am 14. Mai 2002 wurde dann das 10. Studioalbum von Depeche Mode veröffentlicht. Exciter (CH-Top: 2) mit den weiteren Auskopplungen I Feel Loved (CH-Top: 64), Freelove (CH-Top: 67) und Goodnight Lovers (CH-Top: 69).

Sehr zur Freude vieler Fans hat kein geringerer als Flood sich den Song Freelove für die Singleversion vorgeknöpft. Seine Erfahrungen aus der Zusammenarbeit 1990/1993 sind merklich hörbar. Einfach eintauchen in dieses Video und den flow spüren welcher sich durch den ganzen Song zieht.

Die Presse war durchaus angetan vom neuen Werk, die Fangemeinde hingegen war diesmal eher etwas zwiegespalten. Wie schon in der ersten Single hörbar war der gesamte Sound eher etwas minimalistisch, möglicherweise das erste Album überhaupt wo der eine oder andere sich wirklich reinhören, um nicht zu sagen "reinkämpfen" musste um es auf seine Art und Weise letztlich aber zu schätzen.

Allerdings kann man sagen, dass Depeche Mode mit ihrer Live Performance auf der Exiter Tour die meisten Fans dann wieder  voll überzeugt haben.


Anlässlich ihres ausverkauften Konzertes im Zürcher Hallenstation vom 04. Oktober konnten Depeche Mode ihre Gold- Auszeichnung für mehr als 20'000 verkaufte Tonträger in der Schweiz in Empfang nehmen.

Diese Gelegenheit nutzte der Musikvertrieb Schweiz und überreichte Dave, Martin und Fletch einen Gold-Award für die Verkäufe des aktuellen Longplayers "Exciter".

2002

Anfang des Jahres wurden über eine Fortsetzung der Exciter Tour Pläne geschmiedet, die aber leider schnell wieder ad Akta gelegt wurden. So wurde es 2002 sehr ruhig um Depeche Mode, da Martin wie auch Dave an ihren Soloprojekten arbeiteten, wie sie dies bereits ein Jahr zuvor geplant hatten. Im November erschien dann die Musik DVD Video-Collection The Singles 86>98 als Neuauflage.
Im Dezember erhielten Depeche Mode bei den Online Music Awards 2002 (OMA) eine Auszeichnung für die beste Live DVD, die sie mit One Night in Paris geschaffen hatten.

2003

Martin’s Album Counterfeit² (CH-Top:79) wurde am 28. April veröffentlicht. Die erste Single-Auskopplung hiess Stardust. Bei diesem Coveralbum wählte Martin ausschliesslich Songmaterial aus den 50‘ern bis in die frühen 80‘er Jahre, zu denen er eine besondere Beziehung hat. Ein Genuss dürfte dabei Track 9 werden, ein Song namens: Das Lied vom einsamen Mädchen (Heyman, Gilbert), dass Martin auf Deutsch singt - eine Idee, die er schon mit DM seit Anfangszeiten anstrebte.

2003

Dave Gahan’s Solodebüt Paper Monsters (CH-Top:10) kam am 02. Juni in die Läden. Daraus wurde die Single Dirty Sticky Floors veröffentlicht (CH-Top:81).

Das Highlight für jeden Depeche Mode Fans war dieses Jahr am 05. Juni im Volkshaus Zürich, als Dave zum Tourstart auf der Bühne stand.

Auch das dritte Mitglied von Depeche Mode, Andy Fletcher liess von sich hören. Nicht mit einer Soloplatte wie die anderen beiden, nein Andy hatte einige Zeit zuvor unter dem Namen Toast Hawaii ein eigenes Label gegründet. Ihm angeschlossen hat sich die Girlie Band Client.

Client waren auf der Exciter Tour bei einigen Shows der Supportact, damals noch unter dem Namen Technice. Andy begleitet momentan die beiden Girls auf ihrer Tournee und unterstützt die beiden auch auf der Bühne. Am 20. September waren sie in der Tonimolkerei in Zürich zu sehen.

Mit einer veränderten Setlist ging Dave Gahan nach einer kurzen Sommerpause wieder auf Tour. Auf seiner Tour spielte Dave insgesamt 70 Gigs, davon 56 in Europa und 24 in Nordamerika.
Am 18. November stand er mit Core22 an der Basler AVO Session auf einer Schweizer Showbühne.

Das Team von depechemode.ch liess sich Backstage was einfallen und übergab vor dem Gig dem Sänger einen Geschenkkorb mit Schweizer Schokolade, Shirt und anderen Geschenken.
Sichtlich überrascht und gerührt umarmte Dave einzelne depechemode.ch Mitglieder mit einem dreifachen Thank You! 

Das Konzert wurde aufgezeichnet und einige Wochen später auch im TV ausgestrahlt.

2004

In diesem Jahr gab es einige neu überarbeitete Sachen von Depeche Mode.

Als Erstes erschien am 01.März von Dave Gahan die Live Monsters-DVD, auf der ein 80-minütiger Konzertmitschnitt seiner Solo Tour aus Paris zu sehen ist. Leider sucht man auf dieser DVD aber vergeblich nach den von Dave neu interpretierten Depeche Mode Klassikern wie Enjoy The Silence oder Policy Of Truth.

Es folgte ein heisser Depeche Mode Fan-Herbst! So erschien am 20. September endlich die lang ersehnte Devotional-DVD!

Am 18. Oktober kam Enjoy the Silence 04 (CH-Top:44) als Remix-Single in den Verkauf, mixed by Timo Maas. Sein Kommentar dazu: "Es ist mir eine Ehre mit Material dieser grossartigen, wegweisenden Band arbeiten zu dürfen."

Am 25. Oktober kam das Remix Album THE REMIXES 81-04 (CH-Top:7) in die Plattenregale, welche Songs der Band von 1981 bis 2001 zum Teil in ganz frischen Gewand beinhaltet.


Andy Fletcher besuchte am 14. Mai erneut die Schweiz, um als DJ im Metroclub Olten aufzulegen. In der gut besuchten Location heizte "Fletch" den Besuchern mit seinem DJ Set gehörig ein.

Angereiste Devotees aus der Schweiz, Frankreich, Österreich, Italien und weiten Teilen Deutschlands konnten sich von seinen Qualitäten als DJ überzeugen lassen. 

Zudem veröffentlichte Client, welche im Plattenlabel von Andy Fletcher unter Vertrag stehen, ein neues Album namens "City". Die Background Vocals zum Song "Overdrive" lieferte kein geringerer als Martin L.Gore.

Zum Erstaunen vieler Fans trat Depeche Mode Frontmann Dave Gahan in die Fussstapfen von Kylie Minogue, Heidi Klum oder Gary Oldman und war das neue Modell der Herbst'04 Werbekampagne von H&M.

2005

In der ersten Jahreshälfte 2005 befand sich die Band mit Produzent Ben Hillier im Studio in Santa Barbara, New York und danach in London um den lang ersehnten Nachfolger von Exciter einzuspielen.

Am 06. Mai war Tommy von depechemode.ch zu Gast bei Radio SRF3 in der Sendung Pop Archiv welches ihr hier hören könnt.

Mitte Juni präsentierte die Band in einer gross angelegten Pressekonferenz vor ein paar hundert ausgewählten Fans und Presseleuten die kommende Welttournee. Schauplatz war die neue LTU-Arena in Düsseldorf, wo dann auch gleich 2 Konzerte in derselben angekündigt wurden für den kommenden Januar mit je 55’000 Plätzen! Der Name des Albums wurde aber während der Pressekonferenz zum Erstaunen vieler noch nicht verkündet.

Nachdem der Vorverkauf der anstehenden Tour begonnen hatte sah sich die Band aufgrund eines unglaublichen Run’s auf die Tickets gezwungen mehrerer Zusatzkonzerte in diversen Städten zu geben.
Auch das Konzert in Zürich war innerhalb nur eines halben Tages ausverkauft!

Für die Schweiz wurden vorerst ein Konzert in der Genfer Arena am 31. Januar, und ein weiteres Konzert im neuen Hallenstadion Zürich am 28. März angekündigt.


Im Verlauf des Sommers wurde dann endlich der Albumname Playing The Angel bekanntgegeben. Die Vorab-single Precious erschien am 30. September und stieg bei uns auf Platz 12 in den Charts ein, worauf sie jedoch auch schnell wieder den Weg aus den Top 30 fand.

Die Fangemeinde war aber durchaus sehr angetan von diesem synthielastigen Track mit seine doch eher sehr privaten Lyrics von Martin. Hatte er doch unlängst eine Scheidung hinter sich.

Das somit elfte Studioalbum Playing The Angel erschien dann am 14. Oktober und stieg in mehr als einem dutzend Länder von null auf Platz eins ein, so auch in der Schweiz. Die Band kehrte zu ihren düsteren elektronischen Elementen zurück und prompt wurde das Album weltweit bei den meisten Fans mit grösster Begeisterung aufgenommen. 

Nach Black Celebration und Songs Of Faith And Devotion war Playing The Angel nun das dritte Nr.1 Album in der Schweiz.

Zudem hat die Band mit dem neusten Wurf erneut Platin-Status erreicht in der Schweiz.

Hier könnt ihr unsere Rezension zum Album lesen.

Am 04. November starteten Depeche Mode in Tampa/St.Petersberg (Florida) ihre Touring The Angel - Welttournee, einmal mehr begleitet von Gastmusiker Peter Gordeno (Keyboard) und Christian Eigner (Drums). Mit einem futuristischen, Raumschiff ähnlichen Bühnendesign begeisterten Sie die Menge in ähnlicher Weise wie schon 1993 auf der legendären Devotional-Tour.

Sehr schön anzuhören die Studiosessions von den Songs Broken und Goodbye, aber auch das making of Video zu Delta Machine.

Nach Beendigung der Leg.1 in Nordamerika erschien im Dezember dann die zweite Single A Pain That I'm Used To.
Die Band gönnte sich danach ein paar freie Tage zum Jahresende, bevor Leg.2 in Europa am 13. Januar 2006 in Dresden starten sollte.

Auch wurde gegen Ende des Jahres verkündet, dass Depeche Mode weitere 3 Open-Air Konzerte in der Schweiz geben würden im nächste Jahr... Welch eine Sensation für unser kleines Land ;-)

2006

Zum Jahresbeginn tourten Dave, Martin und Fletch mit ihrer Touring the Angel endlich auch in Europa in restlos ausverkauften Hallen.

Depeche Mode 5 x zu Gast in der Schweiz im selben Jahr - das hätte wohl vorher kaum jemand geglaubt!


Am 31. Januar wurde die "kleine" Schweizertournee in der Arena Genf eröffnet, was sich auch depechemode.ch mit 150 Fans und drei Cars nicht entgehen lassen wollte. Anlässlich eines kurzen Meet&Greets überreichte depechemode.ch der Band ein kleines Willkommensgeschenk in Form einer "Black-Box, gefüllt mit Schweizer Schokolade und einer 3D-Karte unseres Landes als Motiv inklusive den 5 Konzert-Destinationen. Dies im Namen aller Depeche Mode Fans der Schweiz.

Am 10. März erschien erstmals in der Geschichte von Depeche Mode eine Single aus der Feder vom Sänger Dave Gahan. Diese dritte Single Suffer Well glänzte vor allem auch durch das sehr gelungene Video von Anton Corbijn, einmal mehr wahrlich ein Meisterwerk!

Depeche Mode, die auch gerne mal neue Wege ausprobieren, veröffentlichten den Song auch auf Slimish, einem Sprachmix aus Osteuropa. Allerdings ist dieser Song nur auf dem PC-Spiel „Die Sims 2 – Open for Business“ als Begleitmusik zu hören. Zitat Dave: "Wir sind immer offen für neue Wege, den Menschen unsere Musik nahe zu bringen. Unseren Song in einer Simlish-Version neu aufzunehmen, klang einfach vollkommen verrückt."

Am 28. März begeisterten Depeche Mode ihre Fans im neuen Hallenstadion Zürich. Mit den Klassikern Enjoy the silence, Personal Jesus oder Just Can’t Get Enough sowie auch den aktuellen Songs aus dem neuen Album traf die Band auch nach 25 Jahren den Nerv der Zeit und jedes einzelnen Besuchers.

Dank Musikvertrieb Schweiz durften wir 4x1 Meet&Greet verlosen auf unserer Webseite.

Im April kamen die Remaster-Alben Speak&Spell, Music for the Masses und Violator als SACD und DVD mit 5.1-Sound auf den Markt.

Die Remaster Alben A Broken Frame, Some Great Reward und Songs of Faith and Devotion sollten dann später im Herbst folgen. Ein absolutes Muss für jeden Fan, nur schon wegen den vielen Extras aus der jeweiligen Zeit!

Anfang Juni erschien dann auch die vierte und letzte Single John The Revelator, was aber leider keine grossen Wellen mehr schlug. Der Charteinstieg auf Platz 70 und das baldige ausscheiden aus den Top-100 ist eigentlich unter der Würde dieses Klasse-Songs. Aber es zeigte auch, dass der DM-Markt wohl zu dieser Zeit ein wenig gesättigt zu sein schien.


Mitte Juni folgte dann der erste Open-Air Auftritt überhaupt von Depeche Mode in der Schweiz, und zwar am Greenfield Festival in Interlaken. Das bald darauf folgende Konzert am 10. Juli auf der Piazza Grande, Moon&Stars in Locarno, war der vorläufige Höhepunkt unter dem Schweizer Open-Air Himmel.
Eine absolut geniale und auch ungewohnte Atmosphäre verzückte mehr als 10'000 Fans. Ein Event den man wohl so schnell nicht vergessen wird!


Das Paleo-Festival in Nyon knapp eine Woche später rundete den Konzert-Marathon in der Schweiz gebührend ab.

Das vorerst letzte Konzert und das offizielle Ende der Tour fand am 01. August in Athen statt, nachdem das eigentlich letzte geplante Konzert in Tel Aviv am 03. August abgesagt wurde aufgrund den kriegerischen Auseinandersetzungen vor Ort.

Mit Touring The Angel veröffentlichten Depeche Mode am 22. September die fünfte Live-Dokumentation der Bandgeschichte. Drehorte waren die beiden Gigs in Mailand im Februar.

Am 27. Oktober erschien die neue Single Martyr, ein weiterer Song aus der Feder von Martin Gore. Der Track entstand bereits zu den Aufnahmen von Playing The Angel, wurde aber für einen speziellen Moment aufgehoben. 

Die Single erreichte am 08. November Platz 17 der CH-Hitparade und fiel in der zweiten Woche auf 33 zurück.

Ein weiteres Highlight ihrer Karriere fand am 02. November bei den MTV Music Awards in Kopenhagen statt. Fletch konnte die Auszeichnung zur „Besten Band“ entgegennehmen und bedankte sich bei Publikum und Fans mit einer kurzen Rede.

Die Zeit für Martyr war nun gekommen und der Song fand seinen Platz auf der ersten Best Of in der Geschichte von Depeche Mode. Insgesamt 18 Hits von 1981 bis 2006 sind auf diesem am 10. November veröffentlichten Werk vereint. Neben der Standard-CD gibt es die Deluxe-Edition, auf deren DVD 23 Videoclips von 1981 bis 2006 und eine Banddoku enthalten sind. Auf diese Zusammenstellung hatten vor allem diejenigen Leute gewartet, welche nicht alle Singles und CDs der Band kaufen. Die Compilation erreichte am 22. November den erfreulichen dritten Rang der Swiss Charts und hielt sich in der zweiten Woche noch auf Position vier.

2007

Nach dem grossen Erfolg bei den MTV Music Awards gab es für Dave, Martin und Andy im Februar Chancen auf den Gewinn ihres ersten Grammys.

Nominiert waren sie mit der Single Suffer Well in der Kategorie „Best Dance Recording“. Allerdings hatte die Konkurrenz an diesem Abend in Los Angeles mehr Glück, der Preis ging an Justin Timberlake.

Mitte März wurde die erfolgreiche Depeche-Mode-Biografie von Steve Malins neu aufgelegt. Für „Black Celebration“, so der Titel des Buches, hat Malins die Erstausgabe aus dem Jahre 1999 vollkommen überarbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht.

Am 23. März kam die DVD The Best Of Videos Vol. 1 in den Handel. Schade nur, dass es sich dabei um dieselbe DVD handelt, welche bereits der Best Of Deluxe-Version beiliegt.

Im Mai stand Dave wieder mal ohne Martin und Fletch im Rampenlicht. Am „3rd Annual MusiCares MAP Fund Benefit Concert“ in LA trat er mit seinen Kollegen aus der Paper Monsters-Aera Victor Indrizzo, Vincent Jones und Martyn LeNoble auf. Dave & Co. spielten Personal Jesus und Policy Of Truth.

Nach über sieben Jahren gab Ex-Mitglied Alan Wilder wieder ein Lebenszeichen von sich: Am 06. Juli erschien sein neues Recoil-Album subHuman. Die Vorabsingle Pray wurde in der Schweiz leider nicht veröffentlicht. Andy war ebenfalls wieder aktiv und im Juli erneut als DJ unterwegs. So legte er Platten in Italien, Spanien und Griechenland auf. Leider besuchte er unser Land diesmal nicht.

Ende Juli meldete sich Dave mit einem Videogruss aus seinen 11th Floor Studios in New York zurück. Darin verkündete er, dass die Arbeiten an seinem zweiten Solo-Album Hourglass fast beendet seien.

Anfang Oktober hatte das Warten ein Ende: Als erste Single von Hourglass wurde Kingdom veröffentlicht, welche bereits seit Ende August als Download erhältlich war. Schade, dass der Song in der Schweiz nur online käuflich ist, denn die wirklich gelungenen Mixe und die B-Seite Tomorrow lassen das Fanherz höherschlagen.

Auch das Video zu Kingdom ist ein echter Hingucker. Regie führte Jaron Albertin, dessen Vorfahren aus der Bündner Surselva stammen. Unerlaubterweise tauchte der Clip bereits Mitte September auf der Webseite einer schwedischen Boulevard-Zeitung auf.

In den letzten beiden Jahren erschienen zudem sämtliche Alben als Remasters mit DVD-Dokumentation und interessanten Hintergrundberichten zur Entstehung der jeweiligen Platten. Im Oktober wurden mit Ultra und Exciter die letzten zwei Remasters herausgegeben.

Hourglass erblickte am 19. Oktober das Licht der Welt. Daves zweites Werk ist elektronischer und wird vielleicht gerade deshalb vielen Fans mehr zusagen als sein Debüt Paper Monsters. Auf depechemode.ch wurde Hourglass zum Album des Monats Oktober gekürt.

Hier könnt ihr unsere Rezension zum Album lesen.

Vom 13. bis 27. Oktober fanden einige offizielle „Hourglass“ Release-Parties in der Schweiz, Oesterreich und Deutschland statt. Am 19. Oktober war Zürich an der Reihe. Dank engagierten Fans, freiwilligen Helfern und der Unterstützung von depechemode.ch wurde die Party ein voller Erfolg. Mit Sicherheit wird der Abend vielen Besuchern in guter Erinnerung bleiben.

Etwa 200 Fans hatten am 23. Oktober das Glück, Dave Gahan im New Yorker „Apple Store“ live erleben zu können. Unterstützt wurde Dave unter anderem von Christian Eigner, Martyn LeNoble, Andrew Phillpott, Graham Finn und Kap10Kurt. Bei diesem kleinen Promokonzert spielten sie ausschliesslich Songs vom neuen Album. Eine Exklusiv-Aufzeichnung soll zu einem späteren Zeitpunkt auf iTunes veröffentlicht werden.

Am 01. November konnte man Dave gleich zweimal im Fernsehen sehen. Zum einen war er wie schon 2003 zu Gast bei Stefan Raabs TV Total. Die Sendung wurde zwei Tage zuvor aufgezeichnet. Dave zeigte sich sehr gut gelaunt und wirkte lockerer als bei seinem ersten Besuch bei Raab. „Gleichzeitig“ trat er live bei den MTV Music Awards in München als Laudator auf. Depeche Mode waren diesmal in der Kategorie „Inter Act“ nominiert.

Hourglass stürmte am 04. November die Schweizer Hitparade und landete auf der hervorragenden Position fünf (zweite Woche Platz 17). Somit konnte Dave mit seiner neuen CD bei uns seinen grössten Erfolg - neben Deutschland - verbuchen.

Seit dem 17. Dezember kann man bei iTunes Daves EP Live From Soho downloaden. Beim Minikonzert am 23. Oktober wurden Saw Something , KingdomDeeper And DeeperUse You, Endless, A Little Lie und Miracles gespielt

2008

Mit Saw Something erschien am 11. Januar die zweite Single von Hourglass, welche in der Schweiz wie bereits Kingdom leider nicht erschienen ist.

Am 11. März wurde in den USA Hourglass Remixes mit ein paar auserlesenen Perlen veröffentlicht, wie zum Beispiel Love Will Leave, die B-Seite von Saw Something, wo einmal mehr Kap10Kurt sein Bestes gibt.

Anfang Mai gingen Depeche Mode in Santa Barbara/Kalifornien ins Studio um die Arbeit an einem weiteren Album aufzunehmen. Produziert wurde dieses erneut von Ben Hillier, welcher schon für Playing The Angel ins Boot geholt wurde. Im Team dabei waren unter anderem Kap10Kurt, der seine Wurzeln in der Schweiz hat und in Zürich die Jazzschule besuchte. Heute lebt Kurt Uenala in New York und hat immer mal wieder Heimweh. Weiter wirkten an der neuen DM-Scheibe mit: Luke Smith, Ferg Peterkin, Christian Eigner, Andrew Phillpott und Sie Medway-Smith.

Zu einer Pressekonferenz der besonderen Art lud die Band am 06. Oktober ins Berliner Olympiastadion ein. Neben hunderten von Journalisten waren auch etwa 1000 ausgeloste Fans anwesend. Dave, Martin und Andy wurden mit tosendem Applaus und „Depeche Mode!“-Rufen empfangen. Gut gelaunt verkündeten sie ihre Pläne für die kommende „Tour Of The Universe“. 

Mit ernster Miene witzelte Andy, ihnen sei von wichtigen Leuten des US-Militärs erzählt worden, Depeche Mode würden draussen im Universum Leben finden und das als erste Band überhaupt. Was natürlich vom Publikum mit grosser Heiterkeit quittiert wurde.
Ueberhaupt waren sie so richtig für Spässe aufgelegt und sorgten damit für Unterhaltung. Ausserdem informierte Andy über den neuen weltweiten Vertrag mit EMI und die Daten der Europatour, leider ohne Termin in der Schweiz. 

Die anwesenden Fans und Journalisten wurden mit zwei Ausschnitten aus den neuen Stücken Wrong und Peace überrascht, welche sehr vielversprechend klangen. Das Album war aber irgendwie nur so nebenbei ein Thema. Nicht mal der Titel stand zu diesem Zeitpunkt fest, auch wenn man vielleicht hätte vermuten können, dass das „Universum“ eine Rolle spielen würde. Der deutsche Konzertveranstalter Marek Lieberberg verabschiedete die Band schliesslich als „The Comedy Club“.

Die letzte Albumsession begann Mitte November in New York. Die Fans wurden mit kurzen youtube-Filmchen und mit experimentellen Geräuschen aus dem Studio überrascht.

In einem Telefongespräch mit der „L.A. Times“ schwärmte Dave vom neuen Werk. Man sei zu den frühen Klangwurzeln der Band zurückgekehrt und habe viele analoge Synthesizer und Drum-Maschinen aus den 70er und 80er Jahren verwendet.

Nachdem DM die Aufnahmen zum zwölften Studioalbum beendet hatten, wurde im Dezember das Video zur ersten Single Wrong in New York gedreht. Regie führte Patrick Daughters, der schon für einen Grammy nominiert war und 2007 mit dem britischen „Creative and Design Award“ ausgezeichnet wurde. Die Single war dann ab dem 03. April erhältlich.

2009

Mit einem Paukenschlag kehrte die Band zurück ins Rampenlicht.

Am 21. Februar wurde anlässlich der ECHO Verleihung in der prachtvollen Berliner O2 World Arena Wrong präsentiert, die Vorabsingle zum neuen Album Sounds Of The Universe.

Eine sehr starke erste Single, welche an Vorreiter wie Personal Jesus, I Feel You oder Barrel Of A Gun erinnerte.


Das zwölfte Studioalbum, wiederum produziert von Ben Hillier, erschien am 17.April und stieg in 21 Länder auf Platz 1 ein.

In der Schweiz blieb SOTU vier Wochen auf Platz 1, was bei uns zuvor kein Depeche Mode Album schaffte. In UK (2) und in den USA (3) feierte die Band ebenfalls einen beachtlichen Erfolg. In der riesigen, weltweiten Fangemeinde wurde das Album teilweise mit grosser Begeisterung aber auch mit kritischen Tönen aufgenommen.

Die zweite Single Peace und die Auskoppelung Fragile Tension konnten den Erfolg von Wrong oder den Singles aus Playing The Angel nicht bestätigen.

 
Hier könnt ihr unsere Rezension zum Album lesen.

Gleich zwei Mal wurden wir von depechemode.ch in diesem Jahr von Radio1 zum Interview gebeten. 

Das vom April gibt es hier zu hören, das vom Dezember hier.

Am 06. Mai fiel in Luxemburg der Start zur Tour Of The Universe. Erstmals wurde mit einem Konzert in Tel Aviv auch Israel besucht. 

Mit einer starken Gastroenteritis wenige Stunden vor Konzertstart in Athen wurde Sänger Dave Gahan ins Spital gebracht. Bei weiteren Untersuchungen wurden bei ihm ein Blasentumor im Anfangsstadium entdeckt, welcher in NYC dann erfolgreich operiert wurde. 

15 Konzerte, vorwiegend in Ost und Südosteuropa mussten abgesagt werden. Am 08. Juni setzten Depeche Mode in Leipzig ihre Stadiontour fort, welche nach den Stadionkonzerten in Europa im Frühherbst nach Nord und Südamerika führte. 


Wie bereits 2006 organisierte depechemode.ch Carreisen zu Depeche Mode Konzerten. Mit mehreren Reisebussen ging es am 13. Juni bei herrlichem Wetter nach München ins Olympiastadion, am 18. Juni sprichwörtlich über den Gotthard ins ehrwürdige Mailänder San Siro Stadion und im November, wie bereits 2006, nach Genf. Die Reise in die Romandie wurde mit einer M&G Verlosungen in den jeweiligen Cars gekrönt. 


Endlich machte der Tour Of The Universe-Tross am 10. November mit dem grössten Indoorkonzert des Landes in der Schweiz Halt. Die Band begeisterte 18.000 Zuschauer in der Genfer Palexpo-Halle. Nach den beiden ausverkauften Konzerten im Zürcher Hallenstadion am 06./07. Dezember spielte die Band noch einige Gigs in UK und Irland. 

Am 06. Dezember kamen mehrere Fans in den Genuss eines Meet&Greets, welche wir vorab auf unserer Webseite verlosten. Einer der Fans durfte die von uns eigens kreierte "Swiss Universe" Schokoladen-Kugel der Band übergeben.

2010

Am 09.Januar fiel in Berlin der Start für den letzten Teil der mittlerweile über einem halben Jahr andauernden Tour Of The Universe. Mit einem Benefizkonzert in der majestätischen Londoner Royal Albert Hall, verbunden mit einem überraschendem Gastauftritt von Alan Wilder am 17. Februar und den beiden Nachholkonzerten in der Düsseldorfer Esprit Arena am 26.& 27. Februar endete für Depeche Mode eine gewohnt erfolgreiche Album/Tour Ära.

Auch Alan Wilder erwies uns in der Schweiz diesem Jahr die Ehre. Exklusiv promotet von depechemode.ch anlässlich seiner `Selected`- Tour besuchte Alan am 30. März zusammen mit Paul Kendall im Zürcher Kaufleuten Club die Schweiz und erfüllte nach der Show Autogrammwünsche für fast jeden anwesenden Fan.

Unser Interview mit Alan könnt ihr hier nachlesen. 

Am 5. November erschien die in Barcelona aufgezeichnete Live DVD. Erstmals war ein Depeche Mode Artikel auch als Blu-Ray erhältlich. Die Deluxe-DVD sowie normale DVD enthalten zudem zwei Audio CD`s. Wenige Wochen später landete die Doku auf Platz 1 in der Schweizer Musik-DVD Hitparade.

2011


Andy Fletcher tourte Anfang des Jahres mit seiner “DJ Tour” in Städten wie Bukarest, Dubai, Bangkok oder Singapur.

Zum 30. Jubiläum der Debütsingle Dreaming of Me riefen die Depeche Mode Fans weltweit zum nochmaligen Kauf der Single am Jahrestag auf, sie schaffte es nochmals auf Platz 45 in den deutschen Charts.

Am 03. Juni erschien das Remixalbum DM Remixes 2: 81-11 u.a. mit je einem Remix von den Ex-Bandmitgliedern Vince Clarke und Alan Wilder. Vince Clarke hat sich den Remix für Behind The Wheel aus dem Music For The Masses Album ausgesucht und Alan Wilder In Chains vom Album Sounds of the Universe. Das Album erreichte Platz 6 der CH-Album Chart. 

Mit Personal Jesus 2011, dem Klassiker von 1989, feiert dieser Song 22 Jahre nach der Erst-Veröffentlichung (als Vorabsingle Violator 1990) sein Comeback und erreichte Platz 73 der CH Chart.

Das Depeche Mode Remixes 2 81-11 Album schafft den Einstieg in die Swisscharts auf dem sechsten Platz.

Im November erschien eine neue Depeche Mode Biografie unter dem Namen Just can't get Enough von Simon Spence.

Tommy von depechemode.ch war noch zu Gast bei Radio Bern "RaBe" und hat ein Interview geführt mit Markus Merz, dem Moderator von "Lost in Disco". Das Interview könnt ihr hier lesen.

2012

Vince Clarke und Martin L. Gore finden nach 30 Jahren musikalisch wieder zusammen und haben gemeinsam ein Technoalbum aufgenommen. Das Album erschien am 9. März unter dem Namen SSS und erreichte Platz 48 der CH-Album Charts.

Das 12. Studioalbum von Depeche Mode wurde Ende März in Angriff genommen. Der Longplayer wurde im Gegensatz zu seinen drei Vorgängern fast ausschliesslich in NYC aufgenommen. Produzent ist wie schon 2005 (Playing The Angel) & 2009 (Sounds Of The Universe) Ben Hillier.

The Light The Dead See ist ein Gemeinschaftswerk mit der britischen Band Soulsavers, welche 2009 bereits als Vorband von Depeche Mode tourte. Dave steuerte für das vierte Soulsavers-Album sämtliche Songtexte sowie den Gesang bei.

Das Jahreshighlight 2012 für die Schweizer Depeche Mode Fans war am 21. September. Alan Wilder war zu Gast im Moods Club Zürich. Das Moods zeigte seinen aufwändig gedrehten Film, und Wilder unterhielt sich danach ausgiebig mit Moods-Intendant Reto Bühler über sein Leben, seine Musik und über die Freiheit, ohne feste Band zu touren.

Anlässlich ihrer Pressekonferenz in Paris stellten Depeche Mode am 23. Oktober ihre Stadiontour 2013 vor.

2013


10 Jahre depechemode.ch!
Grund genug am 22. Februar den X-TRA Club in Zürich zu buchen und es mit einer grossen Depeche Mode Party mal so richtig krachen zu lassen! Dieses Jubiläum musste einfach gebührend gefeiert werden! (Ankündigung von damals hier)

Höhepunkt des Abends war ganz klar das Konzert der wohl besten Depeche Mode Tributeband der Welt aus England : Speak and Spell!


Die Briten begeisterten das Publikum mit einer Hammer Show und verblüfften die Fans mit den live und sehr detailgetreuen Umsetzungen der Songs, nicht zuletzt aber auch mit ihrem genialen Frontmann, DAS Dave Double schlechthin!
Vor allem bei älteren Hits wie Photographic oder Everything Counts vergass das Publikum komplett dass dort oben auf der Bühne nicht die echten Depeche Mode stehen, ja, man hatte zeitweise sogar das Gefühl ein Konzert von DM aus Ihrer Anfangszeit in den 80ern nochmals live miterleben zu dürfen… Einfach abheben und „Never Let Me Down Again“...

An dieser Stelle herzlichen Danke nochmals an die Jungs von Speak and Spell, Ihr habt unser Jubiläum einfach perfekt gemacht!

Depeche Mode veröffentlichten ihre erste Single Heaven am 01. Februar und erreichte damit Platz 6 der CH-Charts. 

Das langersehnte 11. Studioalbum Delta Machine wurde am 22. März veröffentlicht und stieg sogleich auf Platz 1 der Schweizer Album Charts ein. Das Erreichen des Platin Status liess nicht lange auf sich warten.

Hier könnt ihr unsere Rezension zum Album lesen.


Auch zu diesem neuen Album gab Tommy von depechemode.ch dem Rundfunksender Radio1 ein Interview im Februar und im gleichen Monat Martin von depechemode.ch ein zweites Interview.

Einen lustigen Mitschnitt von SRF3 im März möchten wir Euch an dieser Stelle auch nicht vorenthalten...

Am 24. März fand der offizielle Album Launch Event im Wiener Museums Quartier statt. Vor versammelter Weltpresse und knapp 2000 Fans spielten die Band 10 Songs, vier davon vom neuen Album.

Dann beim Warm-Up Konzert in Nizza (04. Mai Palais Nikaia) überzeugten Depeche Mode mit ihrer ersten richtigen Show der Delta Machine Tour vollkommen. Vor fast 10'000 Fans aus aller Welt (darunter auch viele Devotees aus der Schweiz) zeigten sich Depeche Mode in Topform!

Musikalisch gab es einige Überraschungen: Black Celebration war erstmals nach 12 Jahren wieder auf der Setliste vertreten. Higher Love, opener der 93‘er Devotional Tour, wurde ebenfalls gespielt.

Die grösste Überraschung allerdings dürfte A Pain That i`m Used To gewesen sein: Peter Gordeno begleitete den Song zur Mixversion von Jacques le Cont an der Bassgitarre und nicht hinter dem Synthie. Auch Halo in der Version des Goldfrapp Mixes wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Die offizielle Stadiontour begann dann am 07. Mai in Tel Aviv.

Wie bereits in den vergangenen Jahren organisierte depechemode.ch Carreisen zu Depeche Mode Konzerten. Mit zwei Reisebussen ging es am 01. Juni bei stürmischem Wetter nach München ins Olympiastadion.
Glücklicherweise war das Ganze Konzert entgegen aller Vorhersagen aber absolut trocken! Beim letzten Song fing es an leicht zu tröpfeln… was uns aber damals mit einem leichten Lächeln allerhöchstens an den Song But Not Tonight erinnerte…

Eine Band in mittlerweile absoluter Höchstform begeisterte dann am 07. Juni die 40'000 Fans im Berner Stade de Suisse. Nach dem vielumjubelten Berner Konzert stieg das 'Best Of Vol. 1' Album von DM überraschend nochmals auf Platz 18 der Swisscharts ein und lag somit zu dieser Zeit nur noch knapp hinter Delta Machine, welches auch nochmals den Wiedereinstieg in die Top 15 schaffte.

Am 09. Juli spielten Depeche Mode ihr zweites Konzert überhaupt auf der Piazza Grande in Locarno. Wie schon 2006 anlässlich der Touring The Angel, brachten die Jungs bei herrlichem Wetter die Piazza Grande zum kochen! Die Zuschauer kamen diesmal sogar in den exklusiven Genuss einer kleinen Synthie-Einlage von Andrew Fletcher beim Song Just can‘t get Enough, welcher Tags zuvor Geburtstag hatte und dies offensichtlich nachfeierte. Am Ende des Konzertes sang das ganze Publikum noch ein kurzes „Happy Birthday“ für Fletch, welches Dave nach seinem obligatem „See you next Time“ intonierte.


Am 18. Juli fuhren wir dann mit einem Car einmal mehr ins ehrwürdige Mailänder San Siro Stadion um das Highlight schlechthin zu geniessen. 75000 Fans, die Refrains sind lauter als der Sound der  Boxen… was will man mehr?
Die Reise nach München wurde mit zwei Meet&Greets Verlosungen für das kommende Konzert in Bern gekrönt, vier weitere Meet&Greets Plätze für Bern haben wir dann online auf depechemode.ch verlost. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Sony Music Schweiz.

Die zweite Singleauskopplung Soothe My Soul wurde am 10. Juni veröffentlicht, verpasste den Sprung in die Charts aber knapp in unserem Land.

Die dritte Single aus Delta Machine kam am 13. September in den Handel und schaffte es auf Platz 61 der CH-Charts. Should Be Higher wurde bei der Delta Machine Tour zu einem absoluten Highlight mit seinen gelungenen Videoprojektionen von Feuer und Flamme. 

Ein weiteres Highlight in Sachen Projektionen fand dann am zweiten Konzert in Zürich statt.
Das Musikvideo welches zur Single erschien ist übrigens eine Liveaufnahme verschiedener Deutschland-Konzerte (Berlin, München.) und wurde von keinem geringeren als dem Starregisseur Anton Corbijn gedreht.

Am 29. Juli spielte Depeche Mode das letzte grosse Stadionkonzert in Minsk. Anschliessend ging die Reise für 2 Monate quer durch Amerika bevor die Band dann Anfang November ihre Hallentournee lancierte, welche auch im nächsten Jahr zwei Stopps in Zürich vorsah.

2014

In Zürich beehrten uns Depeche Mode mit gleich zwei Konzerten hintereinander im Hallenstadion am 14./15. Februar vor insgesamt 23`000 Fans. Erinnerungswürdig ist sicherlich als beim Song Should Be Higher sämtliche Stadionmonitore mit eingeschaltet wurden… die Halle brannte!

Leider konnte depechemode.ch in Zürich keine Meet&Greets verlosen, die Plätze wurden diesmal allesamt übers Radio verlost. Wir haben dem Konzertveranstalter im Namen aller Fans der Schweiz drei Boxen gefüllt mit Schweizer Leckereien übergeben lassen. Die Band hat es anscheinend sehr gefreut wie wir im Nachhinein erfahren durften.

Im Anschluss an das erste der beiden Zürcher Konzert feierten Rund 800 gut gelaunte Depeche Fans an unserer Aftershowparty im X-TRA Club Zürich ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden. Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals an alle Gäste für diese tolle Stimmung!

Depeche Mode spielten am 07. März in Moskau ihr letztes Konzert der Delta Machine Tour, wollen wir hoffen dass es nicht das Letzte überhaupt war. Uns ist aber zu Ohren gekommen, dass Dave auch in Moskau „See You Next Time“ in die Menge rief, wenn das mal kein gutes Ohmen ist ...

2015

Im Jahr 2015 wurde es ruhig um die Band. Die Fangemeinde musste sich einmal mehr selber bei Laune halten, diverse Partys im In- und Ausland haben die Wartezeit etwas verkürzt.

Dave Gahan und Soulsavers veröffentlichten im Oktober ihr zweites gemeinsames Album "Angels & Ghosts", welches Platz 5 in den schweizer Charts erreichte. 

2016

Auch wenn die offizielle Bestätigung noch ausstand, so war es doch Mitte 2016 längst bekannt: Das Trio aus Basildon ist nun komplett im Studio im kalifornischen Santa Barbara anwesend und arbeitet am Nachfolger von Delta Machine. Auch wurde bereits über ein Release für März 2017 spekuliert....

Am 11.Oktober 2016 kam dann zur Erleichterung vieler Fans die freudige Neuigkeit: Depeche Mode gaben in Mailand im Rahmen einer Pressekonferenz den neuen Albumnamen Spirit und alle Infos zur kommenden Global Spirit Tour bekannt.

2017

Das neue Album Spirit erschien dann am 17. März 2017 und erreichte auf Anhieb Platz 1 in den schweizer Charts. Drei der insgesamt 12 Songs stammten diesmal aus der Feder von Dave Gahan.  

Die zuvor im Februar erschienene Single Where‘s the Revolution erreichte Platz 57 in den CH-Charts, im Juni gab es dann noch die Single Going Backwarts und im September Cover me zu kaufen, zu welchem Dave einiges zu sagen hatte.

Am 18. Juni begeisterten Depeche Mode im Sadion Letzigrund Zürich über 30`000 Fans bei schönem Wetter und ausgelassener Stimmung.
Ein Highlight aus Schweizer Fansicht war sicherlich einmal mehr auch die Fahrt im Car an das Konzert von Depeche Mode im San Siro Stadion in Mailand.

2018

Am 19. Juli fand ein weiteres Konzert der Band am Paleo Festival in Nyon statt. Wir fuhren erneut mit einem Car und zusammen mit rund 50 Fans hin und erlebten ein tolles Konzert mit einer sichtlich eingespielten und gut gelaunten Band.

2019-2020

Spirits in the Forest, ein Live-Mitschnitt aus dem Konzert in Berlin, erschien am 22.November 2019 in den Kinos. Ab Juli 2020 konnte man dann die entsprechende DVD/Blu Ray kaufen. (CH-Chart:14)

2021

Dave Gahan und Soulsavers veröffentlichten im Oktober ihr drittes gemeinsames Album Imposer, welches Platz 9 in den schweizer Charts erreichte.

Martin Gore veröffentlichte zuvor im Januar sein Album The Third Chimpanzee, welches Platz 11 in den Charts erreichte.


Im Dezember erschien das Live Konzert 101 aus dem Jahr 1988 neu in Blu Ray Qualität. Ein klares "Muss" für jeden Fan ;-)


Dave Gahan steuerte Nothing Else Matters zu The Metallica Blacklist hinzu, welches Anfang September 2021 erschien.

2022

Am Donnerstag 26. Mai 2022 erreichte uns die traurige Nachricht, dass Bandmitglied- und Mitbegründer Andy Fletcher unerwartet und im Alter von nur 60 Jahren verstorben ist. 

Wenige Tage nach der Beisetzung im engsten Familienkreis in London veröffentlichten Martin & Dave folgendes Statement der Band :

26.05.2022

Andy Fletcher verstorben

Wir wollten uns einen Moment Zeit nehmen und den Ausstoss der Liebe für Andy anerkennen, den wir in den letzten Wochen von euch allen gesehen haben. Es ist unglaublich, all deine Fotos zu sehen, deine Worte zu lesen und zu sehen, wie viel Andy euch allen bedeutet hat. Wie Sie sich vorstellen können, waren es für uns hier, gelinde gesagt, seltsame, traurige, orientierungslose Wochen. Aber wir haben all deine Liebe und Unterstützung gesehen und gespürt, und wir wissen, dass Andys Familie das auch getan hat.

Vor ein paar Wochen erhielten wir das Ergebnis von den Gerichtsmediziner, das Andys Familie uns gebeten hat, jetzt mit euch zu teilen. Andy erlitt am 26. Mai eine Aortendsektion, als er zu Hause war. Obwohl es also viel, viel zu früh war, ging er natürlich und ohne längeres Leiden vorbei.
Wir hatten letzte Woche eine Feier von Andys Leben in London, was eine schöne Zeremonie und Zusammenkunft mit ein paar Tränen war, aber erfüllt mit den tollen Erinnerungen, wer Andy war, Geschichten aus all unserer gemeinsamen Zeit und einigen guten Lachen. Andy wurde in einem Raum voller vieler seiner Freunde und Familie, unserer unmittelbaren DM-Familie und so vielen Menschen gefeiert, die Andys und unser Leben über die Jahre hinweg berührt haben. Alles zusammen zu sein war eine ganz besondere Art, sich an Andy zu erinnern und ihn zu verabschieden.
Vielen Dank für all die Liebe, die du Andy und seiner Familie und Freunden in den letzten paar Wochen gezeigt hast. Es bedeutet wirklich alles für uns alle. Andy, du wirst vermisst, aber sicher nicht vergessen.
Liebe Grüsse, Martin & Dave

Im August gab es einige Hinweise, dass Depeche Mode an einem neuen Album arbeiten. Auf Twitter war Dave zu sehen wie er zusammen mit Martin im Studio steht. "Finding stability in what we know ans love, and focusing on what gives life meaning and purpose" war dazu neben dem Bild zu lesen.

Dann Anfang September erreichten uns die ersten Gerüchte, dass ein Album und zugehörige Tour voll in Planung sei. Weitere Infos dazu sollte es dann im Oktober an einer Pressekonferenz geben.

Die entsprechende Pressekonferenz wurde dann Mitte September offiziell angekündigt für den 04. Oktober in Berlin. Der Name des lang ersehnten 15. Studioalbums soll Memento Mori lauten, was so viel bedeutet wie "Erinnerung an die eigene Sterblichkeit".

Britta aus dem Kt. Aargau, dank Akkreditierung und freundlicher Unterstützung von depechemode.ch und Sony Music Schweiz, durfte in Berlin einen unvergesslichen Tag erleben und hat uns dazu einen Bericht zur Pressekonferenz mitgebracht.

Wenige Tage nach der Pressekonferenz startete bereits der offizielle Ticketverkauf für die Memento Mori World Tour 2023.